Historische Romane aus dem Wittelsbacher Land
Die Geschichte des Wittelsbacher Landes reicht in die Zeit der Römer und der Kelten zurück. Die Geschehnisse, die die Region prägen, waren oft mit Gewalt und Krieg verbunden: Der Pfalzgraf Otto von Wittelsbach und die Ermordung des deutschen Königs und Sohn Kaiser Barbarossas, Philipp von Schwaben, in Bamberg - die Verwüstungen des 30-jährigen Krieges, um nur wenige zu nennen - Stoff für Romane ohne Ende.
Donnerstag, 29. Oktober 2026
Dienstag, 27. Oktober 2026
Sonntag, 25. Oktober 2026
Die Branntweinerin - jetzt als Taschenbuch
Jetzt ist es so weit: „Die Branntweinerin“ ist als Taschenbuch erschienen! 📖
Bayern, 1440. Eine Destille geht in Flammen auf. Schnell steht für die Menschen fest, wer die Schuld trägt: die Branntweinerin selbst.
Doch hinter dem Brand steckt mehr. Ein toter Richter, ein geheimnisvoller Brief und eine Macht, die im Verborgenen wirkt. Bademeister Simon Schenk beginnt nachzuforschen.
Und dann tauchen die Schatten auf.
Jetzt als Taschenbuch bei Amazon erhältlich. E-Book und Hardcover folgen.
https://www.amazon.de/dp/8171021883
Ich freue mich, wenn ihr Margaretha und Simon auf ihrem Weg begleitet – und diesen Beitrag mit anderen Bücherfreunden teilt.
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Samstag, 24. Oktober 2026
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Montag, 19. Oktober 2026
Das Aichacher Provisorium
Ein kleiner Ausflug in die Aichacher Stadtgeschichte
Heute verlassen wir für einen Augenblick das mittelalterliche Aichach und machen einen Sprung ins Jahr 1895.
Denn auch Jahrhunderte nach Margaretha und Simon gab es in Aichach Menschen, die es faustdick hinter den Ohren hatten.
Einer davon war der königlich-bayerische Postmeister Johann Pollinger.
Der Aichacher Postmeister, der sich selbst Briefe schrieb – und damit Geschichte machte
Es war der 4. September 1895. In Aichach ging alles seinen gewohnten Gang. Nur bei der bayerischen Post hatte man ein kleines Problem.
Die Postgebühren waren geändert worden. Die neuen Zwei-Pfennig-Nachportomarken standen jedoch noch nicht überall zur Verfügung. Also hatte die königlich-bayerische Postverwaltung kurzerhand graue Drei-Pfennig-Marken mit einer roten Zwei in allen vier Ecken überdrucken lassen.
Eine vorübergehende Lösung. Schließlich sollte in Bayern alles seine Ordnung haben.
In Aichach amtierte damals Johann Pollinger (1857–1925). Und dieser Herr Pollinger scheint nicht nur ein gewissenhafter Beamter gewesen zu sein. Er besaß offenbar auch ein bemerkenswertes Gespür für seltene Gelegenheiten.
Denn was tat er an jenem Septembermorgen?
Er schrieb drei Briefe. An sich selbst!
Auf jedem klebte unter anderem ein waagerechtes Paar jener provisorischen Zwei-Pfennig-Marken. Alle drei Briefe wurden zwischen zehn und elf Uhr vormittags ordnungsgemäß abgestempelt.
Dann geschah etwas Bemerkenswertes.
Nach 14 Uhr traf ein Telegramm der bayerischen Postverwaltung ein. Die regulären Marken waren inzwischen verfügbar. Die Provisorien wurden nicht mehr benötigt und mussten umgehend zurückgeschickt werden.
Pollinger hatte gerade noch rechtzeitig gehandelt.
Ob der Postmeister bereits ahnte, welchen Schatz er da geschaffen hatte, wissen wir nicht. Aber ein wenig Geschäftssinn darf man einem Aichacher schließlich zutrauen.
Sechs Marken auf drei Briefen – und eine philatelistische Legende war geboren.
Zwei der Briefe wurden im Laufe der Jahrzehnte zerschnitten. Einer konnte später aus erhaltenen Teilen wieder zusammengesetzt werden. Nur ein einziger blieb vollständig erhalten.
Dieser gelangte in die Sammlungen weltberühmter Philatelisten, darunter Baron Philipp von Ferrary, der als einer der größten Briefmarkensammler aller Zeiten gilt.
Im Jahr 2009 wurde der Brief für sagenhafte 130.000 Euro versteigert. Im Frühjahr 2026 stand er erneut zum Verkauf.
Nicht schlecht für einen Brief, der Aichach nie verlassen musste!
Und Johann Pollinger?
Der hätte vermutlich seine Freude daran gehabt. Drei Briefe an sich selbst – und noch 130 Jahre später spricht die Sammlerwelt davon.
Manchmal schreibt eben auch ein Aichacher Postmeister Geschichte.
Und mit Margaretha, Simon und der Branntweinerin geht es anschließend natürlich weiter.
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