Die Geschichte des Wittelsbacher Landes reicht in die Zeit der Römer und der Kelten zurück. Die Geschehnisse, die die Region prägen, waren oft mit Gewalt und Krieg verbunden: Der Pfalzgraf Otto von Wittelsbach und die Ermordung des deutschen Königs und Sohn Kaiser Barbarossas, Philipp von Schwaben, in Bamberg - die Verwüstungen des 30-jährigen Krieges, um nur wenige zu nennen - Stoff für Romane ohne Ende.
Samstag, 8. April 2017
Freitag, 7. April 2017
Der Geist in der Flasche
Unheimliche Geschichten aus dem Wittelsbacher Land
In Rehling erzählte man sich, dass in
der alten Zeit ein Geist umging und den Dörflern übel mitspielte.
Als die Menschen nicht mehr wussten, wie sie sich helfen sollten,
baten sie den Pfarrer um Hilfe. Er allein konnte den Geist nicht
bannen. Sechs erfahrene Patres waren nötig um den Geist einzufangen.
Mit viel Mühe, Gebeten und mit einem geheimnisvollen Ritual gelang
es ihnen den Spuk in eine Flasche zu sperren. Aber noch war die
Arbeit nicht getan: einen Wagen und 16 Pferde brauchte man, um ihn
abzutransportieren. Die Flasche wurde im nahen Wald viele Fuß tief
vergraben.
Donnerstag, 6. April 2017
Mittwoch, 5. April 2017
Pfarrer Peter Hackenschmidt aus Sielenbach
Die Reformation im Wittelsbacher Land
Die Reformation ging nicht spurlos am Wittelsbacher Land vorbei. Der Sielenbacher Pfarrer Peter Hackenschmidt sprach sich in seinen Gottesdiensten vehement gegen das Wallfahrtswesen aus, das sich in dieser Zeit oft in übersteigerter Form zeigte. Inchenhofen gehörte damals zu den sechs wichtigsten Wallfahrten in Bayern. Über den Heiligen Leonhard urteilte der Sielenbacher Pfarrer, er sei „so wol ain pueb gwet", gerade wie er selbst. Genauso sprach er sich gegen den Reliquienkult aus, wie man ihn in den Klöstern Hohenwart und Altomünster und im Besonderen in Andechs, dem Ort der Augsburger Bistumswallfahrt, ausübte. Die Reliquien seien keine Heiltümer, vor denen mit „Schinderbeinen“ zu knien müsse, sondern „Schelmpain", abergläubischer Spuk. So mutig wie der Pfarrer predigte, war es nur eine Frage der Zeit bis die Obrigkeit darauf reagierte.
„Herrn H. Peter Hackenschmidt und h. Wolfg. Grasmayr (Pfarrer in Walkertshofen) sind bede als mit der Lutherei verdacht von den furstcn fenatelich angenommen und peinlich befragt worden!"
Das heißt beide wurde gefoltert, mit dem Ergebnis, daß Hackenschmidt nach seiner Freilassung aus dem Münchener Falkenturm nicht nach Sielenbach zurückkehren durfte. Er schwor am 6. März l526 die Urfehde und damit seinen früheren Überzeugungen ab. Er versicherte Konrad Schaider, dem Pfarrer an der Frauenkirche München, nie mehr vom rechten Glauben abzuweichen. Vermutlich war dies der Grund warum er sein Sympathisieren mit der neuen Lehre nicht mit dem Tode bezahlte.
Montag, 3. April 2017
Sonntag, 2. April 2017
Die Burg Schaidbach
Im Jahr 1393 kam es zum Streit zwischen
dem Ingolstädter Herzog Ludwig dem Gebarteten und dem Münchner
Herzog Johann. Der Münchner schickte seine Soldaten ins
Wittelsbacher Land, in dem sie plünderten und brandschatzten.
Friedberg wurde belagert, erobert und zerstört. An den Aichacher
Mauern bissen sich die Münchner die Zähne aus. Dafür verheerten
sie das Umland. In Unterschneitbach stand zu jener Zeit eine feste
Burg, in der sich Kaiser Ludwig in seiner Regierungszeit des öfteren
aufhielt. Diese wurde vermutlich während dieses Kriegszugs zerstört.
Danach ist nur noch von einem Burgstall die Rede.
Die Burg lag auf einem Hügel in einer
Schleife der Paar. Im Jahr 1840 würde der Hügel abgetragen und
damit sumpfige Paarwiesen aufgefüllt. Wenige Scherben und Münzen
wurden dabei gefunden. Das ist halt auch typisch, wie man mit der
Geschichte umgeht.
Samstag, 1. April 2017
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