Samstag, 31. Dezember 2016

Silvester

Erst einmal wünsche ich euch allen, dass ihr gut ins neue Jahr hinüber rutscht – wenns geht nicht auf Glatteis!

Dann möchte ich euch fragen, wisst ihr eigentlich was es mit dem Silvester für eine Bedeutung hat, es ist schließlich ein wichtiger Tag im Kreis, der das Jahr beschließt?

Der Silvestertag ist dem Heiligen Silvester gewidmet, der am 31. Dezember 335 starb. Er war der Papst unter dem das Christentum durch Kaiser Konstantin Staatsreligion wurde. Damit führte er die Kirche in einer ganz wichtigen Periode ihrer jungen Geschichte. Er war auch der erste Papst, der heiliggesprochen wurde ohne den Märtyrertod gelitten zu haben. 



Nach einer frühmittelalterlichen Legende soll Papst Silvester den kranken römischen Kaiser Konstantin den Großen vom Aussatz geheilt und getauft haben. So dokumentiert es die Konstantinische Schenkung, eine gefälschte Urkunde, deren Entstehung man im 6. oder 7. Jahrhundert vermutet. Zum Dank für die Heilung soll Papst Silvester von Konstantin das sogenannte Patrimonium Petri, das die Grundlage des späteren Kirchenstaates bildete, als Geschenk erhalten haben. Kaiser Konstantin hatte allerdings bereits 313 im Toleranzedikt von Mailand den Christen das Praktizieren ihres Glaubens erlaubt. Papst Silvesters hatte beim Konzil von Nicaea 325 das erste Glaubensbekenntnis festschreiben lassen, das Bekenntnis von Nicäa. Auch ließ er über dem Petrusgrab in Rom, im Gräberfeld des Vatikanischen Hügels, die erste Petruskirche erbauen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Ein Schulmeister in Not

Geschichten aus dem Wittelsbacher Land


Ulrich Reiser ein Sohn des Aichacher Bäckermeisters Josef Reisers erlernte in großer Not und unter Mühen das Wissen, dass er benötigte ein guter Lehrer zu werden. Er erwarb große Verdienste, nicht nur für das Aichacher Schulwesen, sondern durch seine Arbeit und Veröffentlichungen für das gesamte Kurfürstentum Bayern. 


Nachdem die Not für ihn und seine Familie immer größer wurde, schrieb er am 12. November 1784 an den Kurfürsten Karl Theodor:

„Acht lange Jahre durch genoß ich das Brod des Hungers und ohne Besoldung mußte ich das noch beisetzen, was von dem Heiratsgut meines Weibes übrig war. Durch die Wohltat einiger Verwandten erhielt ich auch zuweilen Hilfe. Wohltätige Nachbarn gaben zuweilen meinen Kindern ein Stück Brod und ein gutherziger Bürger gönnte mir für den besonderen Unterricht seiner Jugend ein Nachtmahl. Es geschah nicht selten, daß ich zur Mittagszeit mit meinen Kindern hungern mußte bis mein Weib ein Pfund Wolle abgesponnen, wo wir für die verdienten vier kr Mittagstisch hielten.

Dies war acht Jahre durch bei meinem Schuldienst mein Schicksal, welches mir über die Not meiner Kinder manche saure Träne abpreßte und mich bei aller Sparsamkeit in eine Last von Schulden hineinstürzte, aus der ich mich ohne fernere Wohltat nicht herauszuschwingen vermag.

Nichtdestoweniger bin ich nicht im Stande meinem Weibe die erforderlichen Heilungsmittel beizuschaffen und mir gönnt ein Freund die ganze Zeit her die Liegerstatt.“

Der Kurfürst sah die Not des Aichacher Schulmeisters und gewährte ihm eine jährliche Unterstützung von 200 Gulden.

Dienstag, 27. Dezember 2016

27. Dezember 1869

Historischer Tageskalender für das Wittelsbacher Land

 
Nach dem verlorenen Krieg 1866 gegen die Preußen wurde das bayrische Militär nach preußischem Vorbild neu strukturiert. Deshalb wurde auch die Landwehr aufgelöst. In einem Tagesbefehl von S. K. Hoh. Prinz Albrecht des Kommandanten des Kreises Oberbayern, gibt Franz Xaver Kapfhamer, der Aichacher Landwehrhauptmann, die Auflösung der Truppe bekannt und verabschiedet sich von seinen Männern. 
 
 

Montag, 26. Dezember 2016

Der Montag

Wias friaras wor im Wittelsbacher Land


Die Wochentage im Glauben des Volkes oder Aberglaubens

Den Montag verknüpften die Menschen mit der Symbolik des Mondes, im Besonderen mit seiner stetigen Veränderung. Am Montag darf man nichts unternehmen, was von Dauer sein soll. Kinder die an diesem Tag geboren werden haben angeblich kein langes Leben. Man soll sich für diesen Tag nichts wichtiges vornehmen, nicht heiraten, keine Verträge abschließen, keine Arbeitsstelle antreten oder Reise unternehmen, nicht mit der Ernte anfangen, denn es wird nichts gelingen. Mägde die Montags ihren Dienst antreten, bleiben nicht lang oder zerbrechen viel. Wegen der engen Beziehung des Mondes mit der Nacht haben auch Hexen und andere böse Geister an diesem Tag größere Macht. Wenn einem eine Person unheimlich ist, so sollte man ihr Montags aus dem Weg gehen. Dagegen ist es wünschenswert an diesem Tag zu sähen und zu pflanzen, da der Mond als Förderer der Fruchtbarkeit gilt. 


Der Name Montag geht auf die germanische Gott Mani zurück. Mani gehört wie seine Schwester Sol zum Göttergeschlecht der Asen. Er steuert den Mondwagen über die Erde. Beide sind Kinder des Riesen Mundilfari. Weil Mundilfari seine Kinder wegen ihrer Schönheit nach Sonne und Mond benannte, setzten die Götter sie als Wagenlenker dieser Gestirne ein. Mani fährt wie seine Schwester mit einem von Pferden gezogenen Wagen mit dem Gestirn über den Himmel. Deshalb sind Sonntag und Montag eng verbunden.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Obermauerbach



Wer kennt noch den "alten Kanada"? De Wirtschaft war früher Kult oder wia ma sagt griabig! Wenns an rechnen und zahlen gangen ist hat da "Kanada", alias Herr Gröppmair erst seine Frau dazu geholt und dann hams dich jedsmal angschaut, obs auch richtig zam zählt ham. De guade oide Zeit.

Die Tradition wurde weitergeführt und heut brauns sogar des Bier selba.