Wenn wir schon einmal bei dem Einsturz des Turms der Pfarrkirche St. Jakob im Jahr 1868 sind, habe ich natürlich auch ein Foto von der Unglücksstelle für euch.
#friedberg #aichachfriedberg #wittelsbacherland #geschichte #history #bayern
Die Geschichte des Wittelsbacher Landes reicht in die Zeit der Römer und der Kelten zurück. Die Geschehnisse, die die Region prägen, waren oft mit Gewalt und Krieg verbunden: Der Pfalzgraf Otto von Wittelsbach und die Ermordung des deutschen Königs und Sohn Kaiser Barbarossas, Philipp von Schwaben, in Bamberg - die Verwüstungen des 30-jährigen Krieges, um nur wenige zu nennen - Stoff für Romane ohne Ende.
Wenn wir schon einmal bei dem Einsturz des Turms der Pfarrkirche St. Jakob im Jahr 1868 sind, habe ich natürlich auch ein Foto von der Unglücksstelle für euch.
#friedberg #aichachfriedberg #wittelsbacherland #geschichte #history #bayern
Eine Luftaufnahme von Friedberg. Das Besondere an diesem Foto ist das Alter. Es ist nämlich noch der alte Kirchturm von St. Jakob zu sehen, der im Jahr 1868 einstürzte. Das heißt die Aufnahme wurde früher gemacht. Flugzeuge und Drohnen gab es nicht, also muss der Fotograf in einen Ballon gestiegen sein und das war zu jener Zeit sicherlich kein ungefährliches Unterfangen.
#friedberg #aichachfriedberg #wittelsbacherland #geschichte #history #bayern
Im Jahr 1942 wurden die Bronzeglocken aus dem Aichacher Kirchturm geholt, nach Hamburg geschafft und zur Waffenproduktion eingeschmolzen.
#aichach #aichachfriedberg #wittelsbacherland #ww2 #kirche #katholischekirche
Gemälde von David Pincus, hat er gemalt, als er bei uns in Aichach zu Besuch war.
#blumenthal #aichach #aichacherkultur #aichachfriedberg #wittelsbacherland
Ruine und Sühnekapelle in Oberwittelsbach (heute Ortsteil von Aichach)
Die Burg wurde 1209 von den Truppen Ludwig des Kelheimers zerstört, nachdem der Pfalzgraf Otto von Wittelsbach am 21.Juni 1208 den deutschen König Philipp von Schwaben, den Sohn Kaiser Barbarossas, in Bamberg ermordete. Damit schien auch der Thronstreit zwischen den Staufern und Welfen entschieden. Der Sohn Heinrichs des Löwen, Otto IV wurde einziger deutscher König und vom Papst zum römischen Kaiser gekrönt. Durch diese Mordtat trat das Wittelsbacherland das erste und bislang einzige Mal in den Fokus der Weltgeschichte. Nach der Zerstörung der Burg begann der Aufstieg Aichachs als regionales Zentrum.
#aichachfriedberg #aichach #wittelsbach #wittelsbacher #wittelsbacherland #mittelalter #geschichte #historisch #history
Herzog Stephan III errichtete in Aichach eine Salzniederlage. Entlang der Handelsrouten des Salzes, den sog. „Salzstraßen“, wurden für die Zwischenlagerung der Ware Salzniederlagen errichtet und Salzstadel erbaut. Die Salzlieferungen kamen von Hallein über München. Das Niederlags– bzw. Stapelrecht wurde den „Legstätten“ von den Landesherren gewährt. Das Salz musste abgeladen und zum Verkauf angeboten werden. Erst dann durfte es weitertransportiert werden.
In meinen Romanen leben in Aichach zwei jüdische Familien, die Familie des Juden Mosse und Isaak. Beide sind historisch belegt, wenn auch rund sechzig Jahre früher als in meinen Erzählungen, nämlich um 1380.
Im 14. Jahrhundert leistete die von den Juden entrichtete Steuer einen großen Beitrag zur Finanzierung der Haushalte der Fürsten und des Reiches. In Aichach wurde in dieser Zeit im Schnitt jährlich 90 Pfund Pfennige abgeführt, davon entfielen 40 Pfund auf die Stadtsteuer, 40 Pfund Stadtgericht, 8 Pfund Judensteuer und 2,5 Pfund Marktzoll. Das Steueraufkommen von Friedberg betrug um 1340 20 Pfund, von Schrobenhausen 48 Pfund und Altomünster 18 Pfund. Hier sieht man auch die wirtschaftliche Bedeutung Aichachs als Handelszentrum in dieser Zeit.
Aus der Höhe der Judensteuer kann man schließen, dass im 14. Jahrhundert drei oder vier jüdische Familien in Aichach lebten. Die Aichacher Fernhändler boten ihnen die Existenzgrundlage. Da im Dreißigjährigen Krieg die meisten Dokumente des Stadtarchivs vernichtet wurden, existieren keine genaueren Angaben mehr. Das Steueraufkommen wurde jedoch in den Herzogsstädten erfasst. Die Judensteuer wurde vom Herzog für den Schutz der freien Religionsausübung erhoben, außerdem durften sie die Angelegenheiten die ihre Gemeinde betrafen durch einen eigenen Judenmeister regeln. Während es in vielen großen deutschen Städten im 14. Jahrhundert zu Pogromen kam, in Augsburg wurden 1349 mehr als 100 Juden ermordet, hat es in Aichach keine Verfolgung gegeben.